Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Vortrag: Auf Spurensuche 
Was wissen wir heute noch von dem Lager Rebstock bzw. dem „KZ Rebstock“? Beim Bürgerverein Synagoge ging der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Joachim Hennig mit Interessierten auf Spurensuche. Er erzählte die Geschichte der Tunnelanlagen von Dernau und Marienthal und was aus ihnen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges wurde. Als Eisenbahntunnel während des Ersten Weltkrieges gebaut und später zur Champignonzucht genutzt, dienten die unterirdischen Anlagen ab Herbst 1943 zur Montage der „Vergeltungswaffe“ V2. Der mit einer Powerpointpräsentation ergänzte Vortrag schilderte, wie dort zunächst dienstverpflichtete Arbeiter, dann Zwangsarbeiter, Militärinternierte und schließlich KZ-Häftlinge für den Angriffskrieg Hitler-Deutschlands „Vergeltungswaffen“ bauen mussten bzw. bauen sollten. Die Geschichte der Tunnelanlagen und der dort arbeitenden Menschen rief Hennig in Erinnerung anhand von Zeitzeugenberichten. Insbesondere ging er auf das Schicksal eines französischen Widerstandskämpfers ein, der als 18-Jähriger vom KZ Buchenwald in das „Lager Rebstock“ zur Sklavenarbeit verschleppt wurde. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Film über diesen ehemaligen Widerstandskämpfer. Nach mehr als 60 Jahren kehrte er auf Einladung des Fördervereins Mahnmal Koblenz nach Dernau und die Stätte seiner Verfolgung und Erniedrigung zurück. Es war ein bewegendes Dokument eines Menschen am Ende seines Lebensweges, der nicht vergessen aber verziehen hat und zur Versöhnung der Völker mahnte.

 

Veranstalter war der Bürgerverein Synagoge in Ahrweiler.
20. September 2007

Einen Presseartikel vom Vortrag finden Sie HIER



 

 

„Wir können nur vorwärts, …..“
Bendorf und Region. Der jährlich am 1. September vom DGB begangene Anti-Kriegstag hat auch in jüngster Zeit seine Notwendigkeit und Bedeutung bestätigt erhalten. Für die Bendorfer Gewerkschafter war dies in 2007 der Anlass der Gedenkveranstaltung
„Wir können nur vorwärts, denn hinter uns liegt der Tod“, dem Gedenken der NS-Opfer aus der Region, am 1. September 2007 in der Florins- kirche zu besuchen. Veranstalter war der Mahnmal Koblenz e.V. zu seinem 10jährigen Bestehen. An 26 Personentafeln zeigt die Ausstellung die Naziwillkür gegen Andersdenkende. Unter ihnen auch der Bendorfer Johann (Hans) Bauer (1888 – 1947), der am Manifest der demokratischen Sozialisten (der Schwur von Buchenwald) des Konzentrationslagers Buchenwald am 11./12. April 1945 verantwort-lich mitgewirkt hat.
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September in der Koblenzer Florinskirche am Florinsmarkt zu sehen.

Foto: Eine Teilgruppe der Bendorfer Gewerkschafter vor der Gedenktafel des Bendorfer Hans Bauer. Im Bild rechts der DGB Ehrenvorsitzende Willi Böhm.

 


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