Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Ausstellung über NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung, die aus religiösen Gründen verfolgt wurden. Presseerklärung des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. zur Ausstellung

„Verfolgung von NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung aus religiösen Gründen“

Aus Anlass des 10jährigen Bestehens des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz zeigt der Förderverein Mahnmal Koblenz eine Ausstellung über NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung, die aus religiösen Gründen verfolgt wurden.

Der 1997 gegründete Förderverein Mahnmal Koblenz hatte sich seinerzeit zum Ziel gesetzt, zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz und zur Mahnung einen Erinnerungsort zu schaffen. Schon vier Jahre später gelang es dem Verein, ein von dem Bildhauer Jürgen Waxweiler geschaffenes Mahnmal auf dem Reichensperger Platz zu errichten. Vor nunmehr zehn Jahren, am 23. August 2001, wurde das Mahnmal im Rahmen des jährlich stattfindenden „Heimatbesuchs“ ehemaliger jüdischer Bürger von Koblenz und unter großer Teilnahme der Bevölkerung eingeweiht.

Mit der Einweihung hatte der Förderverein sein vornehmlichstes Ziel erreicht. Schon erkannte man aber, dass die Erinnerung und Mahnung mit der bloßen Errichtung des Mahnmals nicht ihr Bewenden haben konnten. Vielmehr müssen diese in vielfältiger und immer wieder aktualisierter Form wach gehalten werden. Deshalb setzte der Förderverein seine Gedenkarbeit in den letzten Jahren fort. Seitdem nehmen die Veranstaltungen zum nationalen Gedenktag am 27. Januar ihren Ausgangspunkt am Mahnmal. Auch zeigt der Förderverein zum 27. Januar wechselnde Ausstellungen, zu dem ihr stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig Porträts von NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung erarbeitet, Aufsätze über NS-Opfer schreibt, Filme mit und über sie herstellt; auch betreibt der Verein seit mehreren Jahren sehr erfolgreich eine Homepage.

Die in den letzten Jahren nach und nach entstandenen Biografien von NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung haben inzwischen den beachtlichen Umfang von 94 Porträts angenommen. Ein Teil von ihnen wird jetzt aus Anlass des Jubiläums in der Florinskirche gezeigt. Unter dem Generalthema „Verfolgung von NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung aus religiösen Gründen“ werden die Schicksale von katholischen und evangelischen Geistlichen und Laien sowie von Zeugen Jehovas gezeigt, von Männern, Frauen und ganzen Familien, die um ihres Glaubens willen Verfolgung erlitten und vielfach ermordet wurden.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, dem 18. August 2011, in der Florinskirche um 18.00 Uhr.
Der Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Dr. Jürgen Schumacher wird begrüßen und dessen stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig wird in die Ausstellung einführen. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von Dr. Dietrich Auge, der an der Orgel zwei Stücke von Johann Sebastian Bach spielen wird. Die Ausstellung ist dann zu den Öffnungszeiten der Florinskirche bis Mitte Oktober 2011 zu besichtigen.

 


Einstand unseres neuen Vorsitzenden

Der neue Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Dr. Jürgen Schumacher hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen. Als erstes erneuerte er mit SchülerInnen der Diesterweg- und Hans-Zulliger-Schule die 14 Gedenkblätter für polnische Zwangsarbeiter am Mahnmal. Die Blätter waren dort am 27. Januar 2011 anlässlich der Gedenkstunde angebracht worden, inzwischen aber verwittert. Auch um die sehr zahlreichen Besucher der Buga noch aufmerksamer auf das Mahnmal und die porträtierten Opfer zu machen, wurden jetzt die Gedenkblätter erneuert. Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem 10jährigen Bestehen des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz. In diesem Zusammenhang sind weitere Veranstaltungen geplant, u.a. eine Ausstellung mit Porträts von NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung, die aus religiösen Gründen verfolgt wurden. Die Ausstellung ist ab dem 18. August 2011 bis Mitte Oktober 2011 in der Florinskirche zu sehen. Eröffnet wird sie am Donnerstag, dem 18. August 2011, um 18.00 Uhr.


Hier finden Sie noch einen Bericht aus der Rhein-Zeitung vom 1. Juli 2011 über die Erneuerung der Gedenkblätter.

 


 

nach oben