Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Erinnerung an den Metternicher Arzt Johann Reiner
 
"Ein Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt." Im Koblenzer Stadtteil Metternich hält man die Erinnerung an ehemalige Nachbarn, die seinerzeit Opfer des Nationalsozialismus wurden, heute noch wach und gibt die Erinnerung weiter. Dies geschieht etwa durch zahlreiche in den Bürgersteigen von Metternich verlegte "Stolpersteine". Aber nicht nur dadurch. Diese Steine sind auch immer wieder Anstoß zu einem weitergehenden Erinnern an die Geschichte, die hinter den Namen auf den Steinen steht. So war es jetzt mit der Lebensgeschichte des jahrelang in Metternich praktizierenden Arztes Dr. Johann Reiner. Er, der viel Gutes für seine Patienten getan hatte, musste Mitte der 1930er Jahre mit seiner Familie Metternich verlassen und ins Ausland fliehen. Ein Patient, ein Polizeibeamter, hatte ihn vor der Verhaftung durch die Koblenzer Gestapo Koblenz noch warnen können. Sein "Verbrechen" in den Augen der Nazis war seine jüdische Herkunft (im Übrigen war Dr. Reiner zum Katholizismus konvertiert), und vor allem seine Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus. Dr. Reiner musste für immer Metternich verlassen. Später wurde er von der Gestapo in Prag doch noch verhaftet und in den letzten Kriegstagen in Theresienstadt erschossen.
 
Dieses Schicksal hat vor einigen Jahren seine Enkelin Christine Müller aus Frankfurt/Main aufgearbeitet und den Stolperstein für ihren Großvater in Metternich veranlasst. Der Förderverein Mahnmal Koblenz hat sie dabei unterstützt und seine Lebensgeschichte auf dieser Homepage aufgezeichnet. Jetzt hat der Koblenzer Lokalanzeiger "Der Schängel" in seiner Sonderveröffentlichung "Das Magazin für Koblenz und die Region" vom 21. Juni 2017 die Geschichte von Dr. Johann Reiner und dem Stolperstein für ihn allgemein in Erinnerung gerufen.
 
Den Artikel des Koblenzer Schängel können Sie HIER lesen




 

Ausstellung "Christliche Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück 1939 - 1945".

Der Förderverein Mahnmal Koblenz freut sich, die Besucher unserer Homepage auf eine neue Ausstellung über christliche Frauen im Konzentrationslager hinweissen zu können. Die Ausstellung wurde von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück erarbeitet. Unser Förderverein war daran beteiligt und hat Fotos und Dokumente von der Schönstattschwester Maria Hilfrich beigesteuert. Maria Hilfrich war eine der ersten Opfer des Nationalsozialismus, die unser Förderverein in seiner Dauerausstellung porträtiert hat und die auch auf dieser Website zu sehen ist.
 
Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 23. Mai 2017, um 18 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin eröffnet. Die Einladung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses Ralf Wieland ist nachfolgend beigefügt. (Das Foto von Maria Hilfrich ist ganz oben auf dem Cover des Flyers zu sehen.). Danach ist die Ausstellung vom 24. Mai bis 13. Juni 2017 in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin zu besichtigen. Ab dem 25. Juni 2017 wird sie in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zu sehen sein. Der Förderverein freut sich, daran mitgewirkt zu haben, und wünscht der Ausstellung viel Erfolg und viele Besucher.

 

Den Info-Flyer zur o.gen. Ausstellung können Sie HIER herunterladen.

 

 


 

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