Bericht von der Mitgliederversammlung des Fördervereins für das Vereinsjahr 2024/25 am 25. November 2025
Am 25. November 2025 fand die alljährliche Mitgliederversammlung unseres Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz statt. Zu ihr hatte unser Vorsitzender Dr. Martin Schlüter alle Mitglieder und auch unseren neu gewonnenen Filmemacher Friedrich Büssow, Nassau, eingeladen. Von der gut verlaufenen Veranstaltung werden hier der Rechenschaftsbericht des Vorstands für 2024/25, die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands und die Vorschau und der Ausblick auf das neue Vereinsjahr 2025/26 mitgeteilt.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Martin Schlüter und den Regularien erstattete der stellvertretende Vorsitzende Joachim Hennig den nachfolgenden
Rechenschaftsbericht des Vorstands für das Vereinsjahr 2024/25
„Liebe Vereinsmitglieder, lieber Herr Büssow,
ehe ich mit dem Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 20. November 2024 bis heute beginne, möchte ich zweier Mitglieder unseres Fördervereins gedenken: Klaus Dannert und Saskia Faßbender. Sie waren uns und unserer Gedenkarbeit in sehr unterschiedlicher Weise verbunden. Der Pfarrer im Ruhestand Klaus Dannert war über Jahrzehnte für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, vor allem der jüdischen Opfer aus Koblenz, sehr verbunden. So hatte er Mitte der 1980er Jahre die Erinnerungen von Kurt Hermann an seine Kindheit und Jugend in Koblenz 1918 bis 1935 für die Veröffentlichung aufbereitet. Anschließend war er dann viele Jahre bis zu seinem Tod am 27. Februar 2025 im Alter von 94 Jahren Mitglied unseres Vereins. Sehr viel kürzer war Saskia Faßbender Mitglied unseres Vereins, als sie im Alter von Anfang 40 im Sommer 2025 starb. Sie hat in dieser Zeit aber viel für unseren Verein getan, nämlich dafür gesorgt, dass der Bücherbestand, den die Landeszentrale für politische Bildung uns als Nachmieter im Medienladen des Kurt-Esser-Hauses hinterlassen hat, von der Bundeswehr geräumt und übernommen wurde. Sonst wäre uns eine Nutzung des angemieteten Räumchens nicht möglich gewesen. Wir sind beiden, Klaus Dannert und Saskia Faßbender, für ihre Unterstützung sehr dankbar.
Der Rechenschaftsbericht des Vorstands für das abgelaufene Jahr beginnt auch mit dem erwähnten Raum im Medienladen des Kurt-Esser-Hauses. Dort mussten wir nach kurzer Zeit ausziehen, weil wir die sehr hohen Kosten für das Räumchen nicht mehr finanziert bekamen. Zum Glück gab es eine Lösung für die Raumfrage - eine Notlösung nur, aber immerhin fanden wir eine Bleibe im Keller des DGB. Dort lagern wir seit Anfang des Jahres unsere sehr umfangreiche Dauerausstellung mit den mehr als 150 Biografietafeln und den Lesemappen, das Archiv unseres Vereins, Reste der kleinen Bibliothek und Mediathek. Dafür sind wir dem DGB Region Koblenz, und gerade dem Gewerkschaftssekretär Sebastian Hebeisen sehr dankbar. Sonst wäre unsere Gedenkarbeit in Koblenz ganz obdachlos geworden.
Das war ein guter Start für unseren Verein ins Jahr 2025. Wir können zum Rechenschaftsbericht feststellen, dass auch dieses Jahr ein gutes Jahr für unseren Verein und damit auch für die Gedenkarbeit in Koblenz überhaupt war.
Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2025 präsentierten wir aus Anlass der 80. Wiederkehr der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz mit einer Einführung die selbst erarbeitete Ausstellung „‘Es war eine Fahrt durch die Hölle.‘ – Vor 80 Jahren: Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945“. Das waren 20 Biografien von Einzelpersonen und Familien aus Koblenz und Umgebung, die aus den verschiedensten Gründen in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurden: Juden, Sinti, Zeugen Jehovas und engagierte Christen. Manche von ihnen wurden aus Koblenz unmittelbar „nach dem Osten“ verschleppt, andere kamen mit einer „Zwischenstation“ in einem KZ nach Auschwitz, wieder andere mussten nach ihrer Flucht nach Westeuropa von dort in den Holocaust. Nur wenige von ihnen erlebten die Befreiung und kehrten in das „normale“ Leben zurück.
Die Veranstaltungen am 27. Januar 2025 selbst waren wieder die Statio am Mahnmal und die Gedenkstunde mit christlich-jüdischem Gebet in der Citykirche. Bei der Statio brachten Schülerinnen und Schüler der Hans-Zulliger-Schule und der Diesterweg-Schule diese Biografien am Mahnmal an.
Im Beiprogramm zur Ausstellung präsentierten wir den selbst produzierten Film mit dem Zeitzeugengespräch mit Dr. Heinz Kahn: „Du kommst zur Arbeit, Du musst überleben.“ Diesen Film zeigten wir dann auch im Circus Maximus.
Schon wenige Wochen später beteiligten wir uns an der Veranstaltungsreihe „Koblenz erinnert: 80 Jahre: Kriegsende und Befreiung“. Wir präsentierten vier Veranstaltungen und eine kleine Ausstellung am Mahnmal. Die Ausstellung, die unsere Beisitzerin Renate Schneider wie schon andere zuvor am Mahnmal angebracht hatte, galt dem Metternicher SPD-Funktionär Johann Dötsch und seinem „Tagebuch gegen das Vergessen“. Dazu hielt ich einen Vortrag über Johann Dötsch in der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. Des Weiteren zeigten wir in dieser Reihe den selbst produzierten Film „Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit – das war sein Vermächtnis“ - Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler Prof. Dr. Friedrich Erxleben (1883 – 1955) in der Citykirche. Einen weiteren Film präsentierten wir im Circus Maximus mit dem Dokumentar-Spielfilm: „Unbekannte Helden. Widerstand im Südwesten“ mit der Geschichte der Michaelstruppe aus Kruft/Bell in der Pellenz. Im vierten Beitrag zu dieser Veranstaltungsreihe hielt ich in der SGD Nord einen Vortrag über Alfred Knieper: „‘Seid einig, einig, einig‘. Zur Erinnerung an Alfred Knieper (1909-1973). Keramikarbeiter, Gewerkschafter, Kommunist, KZ-Häftling, Regierungsvizepräsident und anderes mehr“.
Weiterhin waren wir bei zwei Stolperstein-Verlegungsaktionen dabei. Die erste fand am 2. April in Lützel in der Blumenstraße 1 für die jüdische Familie Brück statt. Das Programm zur Verlegung der Stolpersteine hatte die Lehrerin Frauke Rittscher mit ihrer Arbeitsgruppe von der Realschule plus auf der Karthause vorbereitet und durchgeführt. Wenig später wurden Stolpersteine in der Innenstadt für die jüdische Familie Bernd verlegt. Dabei machte Herr Friedrich Büssow mit seinem Team Filmaufnahmen. Daraus entstand ein kleiner Film über die Verlegung der Steine für die Familie Brück. Die Aufnahmen für die Familie Bernd werden in einen Film über Addi Bernd und seine Familie eingehen, den wir hoffentlich im nächsten Jahr erarbeiten können.
Die zweite Stolperstein-Verlegungsaktion fand am 5. September statt. Ein Stolperstein wurde in Neuendorf in der Neuendorfer Straße 129 für die junge Frau Lucie Wirges verlegt. Ihr Schicksal hatte unsere Schriftführerin Anette Schröter recherchiert. Dabei hat sie herausgefunden, dass Lucie Wirges in die Verfolgungs- und Todesmaschinerie der Nazis geriet, weil sie aus gesundheitlichen Gründen die ihr zugewiesene Arbeit nicht machen konnte. Daraufhin kam sie in Haft, wurde in ein sog. Arbeitserziehungslager und schließlich in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück bei Fürstenberg an der Havel verschleppt. Dort kam sie zu Tode. Zwei Stolpersteine gab es für zwei SPD-Leute: für den Rheinschiffer Peter Staudt und den Mälzer Franz Mürb. Die Steine für sie wurden vor dem ehemaligen Gefängnis in der Karmeliterstraße verlegt. Dort waren sie in Gestapo-Haft wegen ihres politischen Widerstandes und kamen zu Tode. Peter Staudt beging im Gefängnis Selbstmord, als ihm eröffnet wurde, wegen Hochverrats vor dem Volksgerichtshof angeklagt zu werden. Franz Mürb kam im Gefängnis bei dem Bombenangriff auf Koblenz am 6. November 1944 ums Leben - er hatte sich wie alle Gefangenen nicht in Sicherheit bringen können. Der Film mit den Aufnahmen über die Verlegung ist noch nicht fertig, ich muss Friedrich Büssow noch Material für die Biografien liefern.
In den letzten Wochen hat Friedrich Büssow über die Erarbeitung der Filme hinaus sich sehr verdienstvoll unserer Medien angenommen. Wir verfügen ja über mehrere eigene Filmproduktionen. Diese hat er auf den neuesten technischen Stand gebracht und Langzeit archiviert. Damit baut er unser Medienarchiv auf. Auch konvertiert Friedrich Büssow mit seinem Team Filme auf Filmkassetten (VHS-System) auf CDs und auch solche in einem fremden, amerikanischen Format auf die deutsche Norm. Das ist viel Arbeit, aber erst der Anfang. Er hat sich noch viel für uns vorgenommen. Wir sind sehr dankbar dafür, denn dadurch werden unsere recht zahlreich vorhandenen Medien zukunftssicher und können auch nach Jahren genutzt werden.
Unser Mitglied Thomas Droste hat ebenfalls Ordnung und Durchblick in eine Baustelle unserer Gedenkarbeit gebracht, in dem er alle verlegten Stolpersteine abgefahren ist und diese katalogisiert und dokumentiert hat. Die verbesserte Liste der Stolpersteine ist jetzt auf unserer Homepage einsehbar und abrufbar. ( https://stolpersteine.mahnmalkoblenz.de/index.php/stolperstein-verlegeaktionen )
Thomas Droste ist außerdem in dem Team engagiert, das im Rahmen der Buga 2029 die jüdische Geschichte im oberen Mittelrheintal zwischen Koblenz und Rüdesheim öffentlichkeitswirksam präsentieren will. Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.
Fast fertig sind einige Podcasts, die ich mit der IT-Abteilung des Oberlandesgerichts produziere. Es ist eine Aufzeichnung der von mir seit zwei Jahrzehnten für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare abgehaltenen eintägigen Tagung mit dem Generalthema „Justiz und Recht im Dritten Reich“. Diese sechs Podcasts sollen dann in Kürze auch auf unsere Homepage kommen.
Das ganze Jahr war ich beschäftigt mit den Abschlussarbeiten zur Geschichte der Juden in Koblenz. Diese Geschichte ist jetzt mit dem letzten Teil über die Nachkriegszeit bis heute auf unserer Homepage erschienen ( https://www.mahnmalkoblenz.de/index.php/buecher-aufsaetze-vortraege-autobiografien/002-veroeffentlichungen-von-joachim-hennig-aufsaetze-u-a )
Damit ist die Geschichte von den Anfängen in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts bis heute nach 3 ½ Jahren Arbeit und mit insgesamt 940 Seiten weltweit nachlesbar. Diese Arbeit wäre ohne die Förderung durch die Leitstelle Kriminalprävention im Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz und das Bundesprogramm Demokratie leben! so nicht möglich gewesen. Deshalb gilt auch an dieser Stelle beiden Einrichtungen unser ganz herzlicher Dank, verbunden mit dem Wunsch, dass von diesen auch unsere weiteren Projekte zur Gedenkarbeit in Koblenz gefördert werden.
Auf Initiative des rheinhessischen Historikers Hans Berkessel und der Landeszentrale für politische Bildung will der Nünnerich-Asmus und Media GmbH Verlag eine deutlich gekürzte Ausgabe dieser Geschichte im Mai nächsten Jahres als Buch herausbringen. Drücken wir die Daumen, dass dieses Projekt zeitgerecht gelingt.
Auch in den kürzlich von der Stadt veranstalteten Wochen der Demokratie waren wir aktiv. So beteiligte sich der Verein bei der gut besuchten Großveranstaltung „Fest der Demokratie“ am 15. November in der Rhein-Mosel-Halle mit einem eigenen Stand. Zuvor boten wir eigene kleinere Veranstaltungen zur Erinnerung an den Novemberpogrom 1938 („Reichspogromnacht“) in Koblenz an. So einen zweistündigen Gedenkgang am Abend des 9. November von der ehemaligen Synagoge „Bürresheimer Hof“ auf dem Florinsmarkt zum Mahnmal für die NS-Opfer auf dem Reichensperger Platz. In den Tagen darauf folgten zwei weitere gleiche Gedenkgänge für Klassen Koblenzer Schulen. Auf Initiative einer Lehrerin des Görres-Gymnasiums zeigten wir in der Schule eine Ausstellung über Koblenzer NS-Opfer mit einer Einführung von mir und ich hielt einen Vortrag über zwei jüdische ehemalige Schüler des Gymnasiums und deren Schicksale und das ihrer Familien. Dieser Gedenkgang zum 9. November kommt übrigens als weiterer Stadtrundgang in den nächsten Tagen zu den bereits vorhandenen vier Stadtrundgängen auf unsere Homepage.
Während des ganzen Jahres hat unser Webmaster Herbert Bartas unsere Homepage betreut. Er hat nicht nur die laufende Arbeit gemacht, sondern auch die Geschichte der Juden in Koblenz auf die Homepage gebracht. Darüber hinaus hat er den „Umzug“ unserer Homepage auf einen anderen Server technisch vorbereitet und auch die Anpassung der Homepage an die neue Richtlinie der EU über Barrierefreiheit bewerkstelligt. All dies sieht man bei der Betrachtung unserer Homepage nicht. Ohne dies sähe unsere Homepage aber nicht so gut aus und würde nicht den sehr guten Zuspruch und zwar weltweit finden. Damit ist unsere Homepage ein Markenzeichen für die Gedenkarbeit in Koblenz und darüber hinaus.“
Sodann wurde nach dem Bericht unseres Schatzmeisters und der Kassenprüferinnen der Vorstand und die Kassenprüferinnen entlastet.
Anschließend wurde der Vorstand neu gewählt. Wiedergewählt wurden der Vorsitzende De. Martin Schlüter, der stellvertretende Vorsitzende Joachim Hennig, die Schriftführerin Anette Schröter, der Schatzmeister Alexander Wolff und die Beisitzerin Renate Schneider. Neuer stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Thomas Droste.
Sodann gab der stellvertretende Vorsitzende Joachim Hennig eine Vorschau und einen Ausblick auf 2025/26.
Vorschau und Ausblick des Vorstands auf das Vereinsjahr 2025/26
„Das Kalenderjahr geht so langsam zu Ende. Es stehen noch einige Restarbeiten an. Insbesondere müssen wir sehen, die Fördergelder für die abgeschlossenen Projekte noch in diesem Jahr zu bekommen. Wir sind ja ein kleiner und finanzschwacher Verein. Ohne diese Fördergelder könnten wir längst nicht diese umfangreiche und vielfältige Gedenkarbeit leisten – wobei die Gelder ausschließlich für die technische Umsetzung ausgegeben werden, die Inhalte sind ja kostenlos.
Dann laufen auch schon die Arbeiten für die Veranstaltungen zum 27. Januar 2026 an. Dazu zeigen wir wieder in der Citykirche die Ausstellung „Wir werden verbrannt, wir müssen sterben.“ – Zwangssterilisationen und Krankenmorde in Koblenz und Umgebung“. Das ist eine Ausstellung mit 11 Roll Ups und einem Biographieturm, die ich vor 2 ½ Jahren für das Herz-Jesu-Haus Kühr in Niederfell an der Untermosel erarbeitet hatte. Sie dokumentiert die Verschleppung von 150 Bewohnerinnen der damaligen Idiotenanstalt Kühr am 6., 7. und 8. Mai 1943 in drei deutsche NS-Tötungsanstalten und von dort aus in weitere Tötungsanstalten in dem von Deutschland besetzten Polen. Ergänzend zu diesen Krankenmorden an den Bewohnerinnen von Kühr werden in der Ausstellung von unserem Verein erarbeitete Biografien von Menschen aus Koblenz und Umgebung gezeigt werden, die aufgrund des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ zwangsweise sterilisiert und/oder in der Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg an der Lahn ermordet wurden. Zu den bereits vorhandenen Biografien will ich noch einige neue erarbeiten.
Am 27. Januar 2026 selbst findet wieder die Statio am Mahnmal und die Gedenkstunde mit christlich-jüdischem Gebet in der Citykirche statt. Im Beiprogramm zur Ausstellung werde ich einen Vortrag in der Citykirche mit dem Titel „Zwangssterilisationen und Krankenmorde – Opfer, Orte, Täter in Koblenz und Umgebung“ halten.
Anschließend will ich endlich die Geschichte der jüdischen Koblenzer Familie Schönewald erarbeiten. Zwischendurch werden wir mit Friedrich Büssow den kleinen Film über die Verlegung der Stolpersteine für Peter Staudt und Franz Mürb fertigstellen und dann sogar den Film über Addi Bernd und seine Familie machen können. Auf jeden Fall wird Friedrich Büssow weiter an unserem Medienarchiv arbeiten. Vielleicht wird sogar das Buch über die Geschichte der Juden in Koblenz erscheinen, es soll ja Ende Mai 2026 in den Handel kommen.
Dann soll es im Spätsommer/Früherbst neue Stolpersteine geben.
Das ist auch die Zeit, in der man an das Jubiläum 80 Jahre Land Rheinland-Pfalz denken könnte/sollte. Am 30. August 1946 proklamierte die französische Besatzungsmacht ja die Gründung eines rhein-pfälzischen Landes. Es folgten wichtige Vorarbeiten zur Landesverfassung und die ersten Kommunalwahlen seit der NS-Diktatur und am 22. November 1946 konstituierte sich die Beratende Landesversammlung - ein Vorparlament – hier im Koblenzer Stadttheater. Der Prozess setzte sich fort bis zur Volksabstimmung über die Landesverfassung und die ersten Wahlen zum rheinland-pfälzischen Landtag am 18. Mai 1947 – dem seitdem immer gefeierten Verfassungstag unseres Landes. Zu diesem Jubiläum kann man viel machen – als Verein und auch als Stadt und auch als Land. Das wird sicherlich einige Arbeit machen.
Wenn dann noch Zeit sein sollte, will ich endlich im Herbst 2026 mit dem Schreiben der Geschichte des Herz-Jesu-Hauses Kühr in Niederfell beginnen.
Das ist so das, was möglich ist bzw. möglich gemacht werden könnte. Das ist viel Arbeit. Sie ist wichtig und nötig. Möge sie uns auch im neuen Vereinsjahr gelingen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
