Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Informationen von 2018

Für eine Straßenbenennung nach jüdischen Koblenzern
 
In der seit Anfang Januar 2018 laufenden Reihe über die "Erinnerung an NS-Opfer" plädiert unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig jetzt für Straßenbenennungen nach jüdischen Koblenzern. Nachdem er Straßenbennungen nach Tätern in der NS-Zeit kritisiert und dann die Umbenennung dieser Straßen nach Widerständlern und NS-Opfern angemahnt hat, setzt er seine Reihe fort mit dem Appell, endlich klare Kriterien für angemessene Straßenbenennungen festzulegen und dabei gerade auch an die Opfer des Völkermordes an den Juden, den Holocaust, die Shoa zu erinnern. Es geht nicht an - so Hennig -, dass einerseits Landtagspräsident Hendrik Hering am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018 in Koblenz feststellt, dass "die Erinnerung des Holocausts ein Teil der deutschen Identität (ist)", andererseits keine einzige Straße in Koblenz an diese Opfer erinnert.
 
Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 42 vom 17. Oktober 2018.

 


 

Für eine Straßenbenennung nach Friedrich Erxleben
 
Im "Schängel" setzt unser stellvertreteneder Vorsitzender Joachim Hennig seine Reihe zur "Erinnerung an NS-Opfer" fort. Am Schluss seiner Darstellung der höchst problemtischen Straßennamen zur NS-Zeit in Koblenz kommt er noch einmal auf den NS-Funktionär Hanns Maria Lux zu sprechen und plädiert dafür, die Hanns Maria Lux-Straße auf dem Asterstein in Friedrich Erxleben-Straße umzubenennen. Friedrich Erxleben war gebürtig aus Arenberg, im Ersten Weltkrieg Armeeoberpfarrer, ein Schöngeist und Kenner asiatischer Kunst und Sprachen. Außerdem war er ein großer Musikliebhaber, spielte hervorragend Geige und sang Oratorien. In der NS-Zeit gehörte er zu der konservativ-bürgerlichen Teegesellschaft des Solf-Kreises. Befreundet war er u.a. mit dem Schriftsteller Carl Zuckmayer und dem späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss. Der Solf-Kreis kritisierte das NS-Unrechtsregime, einzelne Mitglieder leisteten aktiven Widerstand, halfen Juden u.a.m. Nachdem die Gruppe denunziert worden war, kam Erxleben in Konzentrationslager und Gefängnisse und wurde vor dem Volksgerichtshof angeklagt. Mit großem Glück überlebte er und kehrte sehr krank, aber vollem Mut nach Koblenz zurück. An der Mosel erfüllte sich noch sein Lebenswunsch: Erxleben wurde in Müden Seelsorger einer kleinen Pfarrgemeinde. 1955 starb Friedrich Erxleben. Sein langjähriger Freund Carl Zuckmayer setzte ihm in seiner Autobiografie "Als wär's ein Stück von mir" ein kleines literarisches Denkmal und beschrieb Friedrich Erxlebens Vermächtnis: "Mut, Leidensbereitschaft und Heiterkeit - das war sein Vermächtnis".
 
Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 41 vom 10. Oktober 2018

 

 


 

Ein nachträglicher Glückwunsch zum Geburtstag: Der Arbeiterpriester Clemens Alzer wurde 80!
 
Spät, aber nicht zu spät wollen wir dem Koblenzer Arbeiterpriester Clemens Alzer ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren! Am 25. September wurde er 80 Jahre alt. Clemens Alzer hat sich zeit seines Lebens für die Schwachen und Armen eingesetzt und hat den Stummen eine Stimme gegeben. Getreu dem Wort aus den Sprüchen Salomon Kap. 31 Vers 8: "Tue deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Das hat Clemens Alzer, dem der "Mann aus Nazareth" ein Leitbild ist, Jahrzehnte lang getan: zunächst als Kaplan in Bendorf, dann als Kollege bei Rasselstein in Andernach und später als Betriebsrat, als "Raschai" (Priester) für die Sinti, der jahrelang ihr Leben im Schönbornslusterweg teilte, und dann bis heute als Seelsorger, "ehrenamtlicher" Sozialarbeiter (und mehr) und unbequemer Mahner. Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig hat ihm in seiner Reihe "Erinnerung an NS-Opfer" im "Schängel" zu diesem Anlass gratuliert. Der Förderverein Mahnmal Koblenz schließt sich diesen Wünschen an und wünscht ihm für das neue Lebensjahrzehnt alles Gute!
 
Lesen Sie HIER den Artikel über den Arbeiterpriester Clemens Alzer im "Schängel" Nr. 40 vom 2. Oktober 2018.

 

 


 

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