Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Menschen - Nachbarn - Schicksale (2)
 
Die Veranstaltungsreihe über NS-Opfer im rechtsrheinischen Koblenz wurde am 1. April 2019 an einem weiteren Standort mit einer zweiten Ausstellung fortgesetzt. Sie begann mit einer Station am Dorfplatz in Immendorf. Dort erinnerte die Vorsitzende von "Schönes Immendorf" Elfriede Böhm an die ehemaligen Nachbarn jüdischer Herkunft, Auch sie wurden Opfer des Rassenhasses der Nazis. Wer von ihnen nicht rechtzeitig ins sichere Ausland fliehen konnte, wurde "nach dem Osten" deportiert und in Vernichtungslagern ermordet oder kam auf andere Weise ums Leben. Anschließend eröffnete Pfarrerin Gabriele Wölk in der Arenberger Versöhnungskirche die Ausstellung über NS-Opfer. Im Mittelpumkt der Ausstellung, die von der evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf in Kooperation mit unserem Förderverein präsentiert wurde, standen Menschen aus dem heutigen  nördlichen Rheinland-Pfalz, die im Zusammenhang mit dem Attentats- und Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 Widerstand leisteten bzw. deswegen verfolgt wurden.
 
Zur Ausstellungseröffnung wurde der einstündige Dokumentarfilm unseres Fördervereins über den in Koblenz-Arenberg geborenen und aufgewachsenen Priester, Musiker, Gelehrten, Weltbürger und Widerständler Friedrich Erxleben gezeigt: "'Mut Leidensbereitschaft, Heiterkeit - das war sein Vermächtnis'- Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler Prof. Dr. Friedrich Erxleben (1883-1955)" gezeigt. Dazu gab unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig eine Einführung. Wie unvergessen Friedrich Erxleben in seinem damaligen unmittelbaren Umfeld auch heute 64 Jahre nach seinem Tod noch ist, zeigten die Anwesenheit und die Gespräche zahlreicher Zeitzeugen, die aus Arenberg. Metternich, Güls und Müden gekommen waren.

Lesen Sie hier den Artikel unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig im "Schängel" Nr. 14 vom 3. April 2019.

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