Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Das Denkmal der Grauen Busse und NS-Opfer aus Koblenz.
 
In der Zeit von Ende Mai 2018 bis zum 26. Januar 2019 war das Denkmal der Grauen Busse auf dem Schlossplatz in Hadamar (bei Limburg/Lahn) aufgestellt. Das Denkmal erinnert an die NS-"Euthanasie"-Morde und an die dem Rassenwahn zum Opfer gefallenen Menschen. Es besteht aus zwei Hälften eines Busses aus Beton, durch die ein schmaler Gang geht. Dort ist das Zitat "Wohin bringt Ihr uns?" eingeschrieben. Das ist die überlieferte Frage eines verschleppten Patienten. Seit dem jahr 2007 gibt es das Denkmal und es ist in Bewegung. Es wechselt seinen Standort und kommt zu den Stätten der NS-Krankenmorde.
 
So war es 2018 auch in Hadamar, einer historischen Fürstenstadt bei Limburg an der Lahn. In dieser Idylle war auf dem Mönchsberg oberhalb des Ortes in der Landesheilanstalt vom 13. Januar 1941 bis zur Befreiung Ende März 1945 eine Tötungsanstalt eingerichtet. Dort wurden im Rahmen der sog. T4-Aktion mehr als 10.000 Menschen mit Giftgas ermordet. Nach dem sog. Euthanasie-Stopp Ende August 1941 setzte man ein Jahr später in der sog. dezentralen Phase das Morden mit Überdosen von Medikamenten, Hungerkost und unterlassener medizinischer Versorgung fort. Diesen Morden fielen noch einmal ca. 5000 Patienten zum Opfer.
 
Der Abbau des Denkmals in Hadamar am 26. Januar 2019 war Anlass für eine Spurensuche von Angehörigen eines dieser Opfer. Horst Gass aus Spay am Rhein und sein Bruder aus Rhens waren zusammen mit einem Fernsehteam von rlp.tv und unserem stellvertretenden Vorsirtzenden Joachim Hennig zum ersten Mal in Hadamar, an dem Ort, an dem ihr Onkel Alois Gass vor 78 Jahren ermordet wurde.
 
 
Sehen Sie folgend Bilder vom Abbau des Denkmals.


 

 


Bildrechte/Veröffentlichungsrechte: Förderverein Mahnmal Koblenz
 
Lesen Sie HIER den Artikel im Koblenzer LokalAnzeiger  "Schängel", Ausgabe Nr. 8 vom 20. Februar 2019. 

 
Sehen Sie HIER auch einen Nachrichtenbeitrag von RLP.TV  Start ab ca. 2.35 Min

 Ausstellungseröffnung in der Kreisverwaltung Cochem-Zell –

„Das Konzentrationslager Natzweiler und seine beiden Außenlager auf beiden Seiten des Rheins“

 

Am 30. Januar 2019 eröffnete Landrat Manfred Schnur in der Kreisverwaltung Cochem-Zell in Cochem die Wanderausstellung „Das Konzentrationslager Natzweiler und seine Außenlager auf beiden Seiten des Rheins“. Die von SchülerInnen und Studierenden gestaltete Fotoausstellung des Verbunds der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e.V.“ erinnert an die zahlreichen KZ-Außenlager von Natzweiler-Struthof am Ende der NS-Diktatur. Anlass für die Präsentation war – so Landrat Schnur – der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019 und die Erinnerung an das KZ-Außenlager Cochem mit seinen beiden Teillagern in Bruttig und in Treis. Dies ist das einzige Außenlager an der Mosel. Seit mehr als einem Jahr bemüht sich die Kreisverwaltung zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung um ein Konzept für eine Gedenkstätte zum Cochemer Außenlager. Dies ist jetzt erarbeitet und wird am 22. März 2019 in der Kreisverwaltung präsentiert. Bis dahin ist auch die Ausstellung in den Fluren des 1. Stockwerks der Kreisverwaltung, Endertplatz 2, zu den Büroöffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 Bei der Ausstellungseröffnung (v.r.n.l.): Landrat Manfred Schnur, Vorsitzende des Fördervereins Gedenkstätte KZ-Außenlager Cochem Mariette Nölle und Kreisarchivarin Franziska Bartels.

 

Lesen Sie HIER auch die Ausgabe von Blick-aktuell vom 9. Februar 2019


Abschließend noch eine kleine Bilderstrecke von der Ausstellungseröffnung
(Bild-und Veröffentlichungsrechte: Förderverein Mahnmal Koblenz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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