Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Filmpremiere am 17. Oktober 2007

Vor nunmehr 2 Jahren erhielt der Koblenzer Arbeiterpriester Clemens Alzer auf Vorschlag von „Django Reinhardt Music Friends e.V.“ die Verdienst-medaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.
Damit wurde Alzers jahre-, ja jahrzehntelanges Engagement für die Koblenzer Sinti gewürdigt. Er war es, der Anfang der 1970er Jahre- selbst Arbeiter bei der Firma Rasselstein - in einen Bauwagen auf den „Platz“ am Schönbornslusterweg in Koblenz-Lützel zog. Dort lebte er mit und unter den Sinti, war ihr „Raschai“ (Priester), ihr Berater und Helfer in allen Lebenslagen und oft unbequemer Mahner für Gesellschaft und Stadt. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die Bewohner des „Platzes“ Ende der 1970er Jahre in mehreren festen Häusern ein neues menschenwürdiges Zuhause fanden. Auch danach und bis heute ist Alzer „Raschai“ und Helfer der Koblenzer Sinti und weiterer Menschen geblieben.
Zur Verleihung der Verdienstmedaille habe ich Herrn Alzer zusammen mit dem Filmer Herbert Bartas (Inhaber der Firma ELTOVI in Polch) begleitet. Daraus ist ein 3/4stündiger, von der Sparkasse Koblenz geförderter Film entstanden über das Wirken Clemens Alzers. Zugleich gewährt er einen Einblick in das Leben und die jüngste Geschichte der Koblenzer Sinti. Der Film
Mittendrin und doch am Rande der Gesellschaft - der Arbeiterpriester Clemens Alzer
wurde mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e. V., Django Reinhardt Music Friends e.V. und des Medienladens Koblenz gezeigt
 


„Mittendrin und doch am Rande der Gesellschaft“
Film zeigt Wirken des Koblenzer Arbeiterpriesters Clemens Alzer

Koblenz. – Ein Film über das Wirken des Koblenzer Arbeiterpriesters Clemens Alzer (69) hat am Mittwoch, 17. Oktober, um 19 Uhr im Kolpinghaus in Koblenz-Rauental (St. Elisabethstr.) Premiere. Alzer, der im sozialen Brennpunkt Koblenz-Mittelweiden wohnt, war in Andernach als Arbeiterpriester tätig und ist seit vielen Jahren in Koblenz-Lützel geistlicher Begleiter der Sinti. Er wurde 2005 mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz geehrt.

Zur Verleihung der Verdienstmedaille hatten Joachim Hennig, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz, und der Filmer Herbert Bartas, Polch, den Priester begleitet. Daraus entstand der von der Sparkasse Koblenz geförderte Film „Mittendrin und doch am Rande der Gesellschaft“, der über das Wirken von Alzer hinaus auch einen Einblick in das Leben und die jüngste Geschichte der Koblenzer Sinti gewährt. Der in Niederfischbach im Siegerland geborene Clemens Alzer war nach seiner Priesterweihe ab 1966 zunächst Kaplan in Bendorf. 1969 ging er als Arbeiter zum Weißblechhersteller Rasselstein nach Andernach, wo er 26 Jahre lang in Tag- und Nachtschichten am Walzwerk stand. Gottesdienste feierte er in Koblenz in einer Baracke am Bahndamm Schönbornslusterweg. Dort lebte er mit und unter den Sinti. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die Bewohner des „Platzes“ Ende der 1970er Jahre in mehreren festen Häusern ein neues menschenwürdiges Zuhause fanden. Bis heute ist Alzer geistlicher Begleiter und Helfer der Koblenzer Sinti und weiterer Menschen geblieben.

1996 - 2007 Bistum Trier-Dekanat Koblenz, 4.Oktober 2007 Im Original HIER zu lesen

Quelle:

1996 - 2007 Bistum Trier-Dekanat Koblenz -
Bischöfliches Generalvikariat
Bereich Kommunikation und Medien (SB 3)
Postfach 1340
54203 Trier

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