Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Presseerklärung des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.:

Neue virtuelle Ausstellung über den Kommunisten, Gewerkschafter und Künstler Hugo Salzmann

 

Viel wissen wir inzwischen über die Verbrechen der Nationalsozialisten vor 70 – 80 Jahren -nach Meinung mancher bereits schon zu viel, so dass man davon nichts mehr hören will. Gleichwohl ist nur wenigen etwas darüber bekannt, was der NS-Terrorapparat vor Ort, also hier bei uns in Koblenz, anrichtete. Auch hier gab es die befürchtete Geheime Staatspolizei. Ab ca. 1936 hatte sie als „Gestapo(leit)Stelle ihren Sitz in dem ehemaligen Gebäude der Reichsbank in der Straße „Im Vogelsang 1- 3“. Sie war vom Polizeipräsidium abgetrennt und formal dem Regierungspräsidium Koblenz angegliedert. Tatsächlich unterstand sie nur dem preußischen Ministerpräsidenten Göring bzw. dem Geheimen Staatspolizeiamt (Gestapa) in Berlin. Als Gestapo(leit)stelle war sie nicht nur für den Regierungsbezirk Koblenz, sondern für sämtliche Regierungsbezirke der damaligen Rheinprovinz zuständig, also auch für Köln, Düsseldorf, Aachen und Trier. 1939 wurde die Leitstelle dann nach Düsseldorf verlegt, sodass die Koblenzer Gestapo „nur“ noch für den Regierungsbezirk Koblenz zuständig war.

 

Informationen über diesen regionalen Terrorapparat gibt es nur sehr wenige, sind doch fast alle Akten der Koblenzer Gestapo vernichtet und vermitteln auch die Nachkriegsprozesse gegen Gestapoleute nur einen sporadischen und auch verklärenden Blick auf sie. Da sind natürlich Berichte von Zeitzeugen, die Opfer dieser Gestapo waren, eine wichtige und weiterführende Erkenntnisquelle.

 

Jetzt ist es dem stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. Joachim Hennig gelungen, eine solche Quelle zu erschließen und öffentlich zu machen. Die Tochter dieses Zeitzeugen, Frau Julianna Salzmann aus Frankfurt/Main, machte Hennig den Nachlass ihres Vaters Hugo Salzmann zugänglich. Darin befand sich u.a. ein eingehender Bericht Salzmanns über seine Auslieferung durch die französischen Sicherheitsbehörden an die Gestapo und seine Verschleppung in das Gefängnis Koblenz. Dort saß er von Anfang Februar 1942 bis Mitte Februar 1943 in Gestapohaft ein.

 

Zuvor hatte der inzwischen 40-jährige Salzmann ein sehr bewegtes und bewegendes Lebensschicksal hinter sich. Als Sohn eines Glasbläsers engagierte er schon bald in der Gewerkschaft und in der kommunistischen Jugend, war Betriebsratsvorsitzender und örtlicher KPD- und Gewerkschaftsfunktionär sowie Stadtrat von Bad Kreuznach. Den Nazis war Salzmann so verhasst, dass sie ein Attentat auf ihn verübten und unmittelbar nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 auf Plakaten mit der Parole „Tot oder lebendig“ nach ihm fahndeten. Durch den selbstlosen Einsatz von Kreuznacher Juden konnte er nach Paris fliehen und seine Frau Julianna mit ihrem ein halbes Jahr alten Sohn nachholen. Mittel- und zunächst auch erwerbslos schlugen sie sich durch. Bald gelang es ihm, bei der (kommunistischen) Emigrantenleitung für den Literaturvertrieb zuständig zu sein.

 

Bei Kriegsbeginn1939 wurde Salzmann – wie zahlreiche deutsche Kommunisten auch – als „gefährlicher Ausländer“ festgenommen, inhaftiert und dann in das Konzentrationslager Le Vernet in Südfrankreich verschleppt. Nach zweijähriger Haft lieferte ihn die Vichy-Regierung an die deutsche Gestapo aus; diese brachte ihn in das Gefängnis von Koblenz.

 

Hier kümmerte sich der katholische Gefängnispfarrer Paul Fechler um ihn mit den Worten: „Herr Salzmann, ich komme nicht, um sie zur katholischen Kirche zurückzuholen. Nein, ich kenne Ihren ganzen Lebenslauf. Ihre Frau hat es mir erzählt. Ein Jahr lang befand sie sich Ihnen gegenüber in der Abteilung Frauengefängnis. 10 Tage, im Januar 1942, bevor Sie hierher kamen, hat man sie in ein KZ gebracht. Ich wollte sie warnen vor einer Gestapoagentin, aber sie wollte nicht mit mir sprechen. Erst als sie verraten war, kam ich zu ihr. Zu spät. Die Gestapo benutzt eine frühere Tänzerin und jetzt verheiratete Marquise unter dem Deckmantel einer Emigrantin für ihre Zwecke, verlegt sie in Zellen von politisch verhafteten Frauen; diese gibt sich als Leidensgenossin aus, um deren Vertrauen zu gewinnen. Sie stellt Fragen – wenn sie genügend zur Belastung gehört hat, teilt sie es der Gestapo mit. Dann legt man sie aus der Zelle in einem anderen Opfer. Dafür erhält die Agentin die Lebensmittelpäckchen von der Gestapo, die die Angehörigen den Verhafteten schicken. Die Agentin hat Ihre Frau ausgefragt und dann bei der Gestapo denunziert. Bei der Vernehmung ihrer Frau durch die Gestapo hat sie nichts bestritten. Das genügte – für das KZ.“

 

Durch diese autobiografischen Aufzeichnungen, durch Briefe Salzmanns aus dem Gefängnis Koblenz, Fotos und Dokumente wird seine Haft in Koblenz sehr anschaulich.

 

Salzmann berichtet auch von Vernehmungen durch die Gestapo - aber keinen Folterungen. Man veranlasste ihn zu Schriftproben. In dem Hochverratsprozess vor dem Volksgerichtshof in Berlin konnte man ihn anhand der Proben nicht überführen, so dass er „nur“ zu acht Jahren Zuchthaus wegen Tätigkeit für die Emigrantenpresse in Paris verurteilt wurde. Er verbüßte die Strafe im Zuchthaus Butzbach, bis er durch die Amerikaner befreit wurde.

 

Anschließend kehrte er nach Bad Kreuznach zurück. Er musste erfahren, dass seine Frau Julianna im Frauen-KZ Ravensbrück unter elenden Umständen „umgekommen“ war. Dann machte er in Bad Kreuznach politisch und gewerkschaftlich dort weiter, wo er durch seine Flucht vor den Nazis hatte aufhören müssen. Er heiratete erneut, aus dieser Ehe stammt die Tochter Julianna, die nach seiner „umgekommenen“ Frau genannt wurde.

 

Mit dem KPD-Verbot verlor Salzmann seine Mandate im Stadtrat und im Kreistag - und auch seine politische Heimat. In dieser Leere entdeckte er das Schnitzen, das er in Le Vernet begonnen hatte, für sich wieder neu. Er wurde zu einem regional bekannten und geschätzten „Hobbykünstler“, dessen Arbeiten oft ausgestellt wurden. 1979 starb er in Bad Kreuznach.

 

Seinen Nachlass hat Joachim Hennig jetzt zusammen mit Salzmanns Tochter Julianna gesichtet, aufbereitet und daraus eine sehr umfangreiche, authentische und plastische Biografie erarbeitet. Als virtuelle Ausstellung im Internet umfasst sie ca. 400 Seiten Text mit vielen meist privaten Fotos, Dokumenten, Landkarten, Schaubildern und Statistiken. Sie wird präsentiert auf der Homepage des Fördervereins Mahnmal Koblenz und ist im Gegensatz zu herkömmlichen Ausstellungen rund um die Uhr und sogar vom Sessel aus zu betrachten.

 

Presseerklärung des Fördervereins Mahnmal Koblenz zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz am 27. Januar 2012

Wie jedes Jahr erinnert der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz in Kooperation mit der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit und der Stadt Koblenz an die NS-Opfer aus Koblenz. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungen zum nationalen Gedenktag am 27. Januar 2012 steht die Opfergruppe der Juden. Sie traf zahlenmäßig und von der Schwere der Maßnahmen her die weitaus schlimmste Verfolgung. Konkreter Anlass für das Erinnern an sie sind zwei Jahrestage: Am 20. Januar jährt sich zum 70. Mal die sog. Wannsee-Konferenz und am 22. März ebenfalls zum 70. Mal die erste Deportation von Juden aus Koblenz und Umgebung.

Die Konferenz am Großen Wannsee in Berlin bereitete den Völkermord an den europäischen Juden, den Holocaust oder die Shoa wie man ihn auch nennt, vor. Auf ihr wurde nicht der Massenmord beschlossen – das geschah höchstwahrscheinlich durch einen nicht mehr auffindbaren Befehl Hitlers im Spätsommer/Frühherbst 1941. Vielmehr wurde auf ihr die Organisation in groben Zügen besprochen. Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD), berief diese Sitzung ein, zu der Vertreter aller „zuständigen“ Behörden erschienen waren: das Außenministerium, die Ministerien für Justiz und Inneres, das Amt für den Vierjahresplan, die Reichskanzlei und die Funktionäre der einzelnen SS-Dienststellen. Zunächst betonte Heydrich, die „Federführung bei der Bearbeitung der Endlösung der Judenfrage liege ohne Rücksicht auf geografische Grenzen zentral beim Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei (Himmler)“. Diese Kompetenz ging auf die schriftliche Ermächtigung Görings an ihn vom 31. Juli 1941 zurück, „alle erforderlichen Vorbereitungen (…) zu treffen für eine Gesamtlösung der Judenfrage“. In verschleiernder, grauenhaft beschönigender Sprache legte Heydrich den 15 Teilnehmern der Konferenz dar, wie der Völkermord an 11 Millionen Juden in ganz Europa organisiert würde. Die Juden sollten danach „in geeigneter Weise im Osten zum Arbeitseinsatz“ kommen, „wo zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird. Der allfällig endlich verbleibende Restbestand wird“ – so Heydrich weiter -, „da es sich bei diesem zweifellos um den widerstandsfähigsten Teil handelt, entsprechend behandelt werden müssen, da dieser, eine natürliche Auslese darstellend, bei Freilassung als Keimzelle eines neuen jüdischen Aufbaus anzusprechen ist.“

Auch die regionale Zeitfolge wurde festgelegt. Heydrich dazu: „Im Zuge der praktischen Durchführung der Endlösung wird Europa von Westen nach Osten durchgekämmt. Das Reichsgebiet einschließlich Protektorat Böhmen und Mähren wird, allein schon aus Gründen der Wohnungsfrage und sonstigen sozialpolitischen Notwendigkeiten vorweggenommen werden müssen. Die evakuierten Juden werden zunächst Zug um Zug in so genannte Durchgangsghettos verbracht, um von dort aus weiter nach dem Osten transportiert zu werden.“ Auch wurde der Personenkreis festgelegt, wobei hinsichtlich der in Mischehen lebenden Juden noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Die anwesenden Vertreter der Ministerien nahmen die Ausführungen ohne jeden Widerspruch zur Kenntnis.

Damit war die Vernichtung von Millionen Menschen – nur weil sie anders waren als die „Herrenmenschen“ der Nazis - auf den Weg gebracht. Es begann der Höhepunkt des menschenverachtenden Antisemitismus, der jahrzehntelang zuvor geschürt worden war und der seit der Machtübernahme der Nazis immer brutaler und umfassender in die Tat umgesetzt wurde.

Schon einige Wochen nach dem 30. Januar 1933 gab es die ersten Ausschreitungen gegen Juden. Am 1. April 1933 rief die NSDAP zum Boykott „jüdischer Geschäfte, jüdischer Waren, jüdischer Ärzte und jüdischer Rechtsanwälte auf“. Dem Terror der Straße folgte der Terror der Gesetze und der Bürokratie. Mit dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 wurden die meisten Beamte „nicht-arischer Abstammung“ in den Ruhestand versetzt, eine Woche später verloren viele jüdische Rechtsanwälte ihre Zulassung. Eine Flut von weiteren Gesetzen und „Durchführungsverordnungen“ schloss sich an: Juden durften keine Kassenärzte mehr sein, für jüdische Studenten galten Zulassungsbeschränkungen, jüdischen Dozenten und Arbeitern und Angestellten im öffentlichen Dienst wurde gekündigt, Juden durften keine Steuerberater mehr werden und konnten nicht mehr Vorgesetzte in der Wehrmacht sein. Kein Jude durfte mehr Redakteur oder ständiger Mitarbeiter einer Zeitung oder Zeitschrift sein. Juden wurden aus Sportclubs, von der Benutzung von Sportplätzen und Schwimmbädern ausgeschlossen. Überall gab es Schilder: „Juden sind hier unerwünscht!“ oder gar: „Hunden und Juden ist der Zutritt verboten!“.

Nach einer neuen Welle antijüdischer Hetze in der NS-Presse ergingen dann am 15. September 1935 die infamen „Nürnberger Rassengesetze“. Das „Reichsbürgergesetz“ erfand den Begriff des „Reichsbürgers“. Nur er sollte die vollen Bürgerrechte haben und diese waren den „Ariern“ vorbehalten. Die Juden waren nur noch „Staatsbürger“ – Bürger zweiter Klasse. Zugleich wurden die letzten jüdischen Beamten aus ihrem Amt entfernt. Das so genannte „Blutschutzgesetz“ erfand den Straftatbestand der „Rassenschande“. Danach war die Eheschließung und auch der außereheliche Geschlechtsverkehr zwischen Juden und „Ariern“ unter Strafe gestellt. Alsbald durften Juden eine Vielzahl von Berufen nicht mehr ausüben – und wenn, dann nur noch für ihre jüdischen Mitbürger.

Ende 1937 ging die „Schonfrist“ auch für die jüdischen Firmen und Banken zu Ende. Göring gab die Parole aus: „Die Juden müssen jetzt aus der Wirtschaft raus!“ Es begann die große Welle der „Arisierungen“, der mehr oder minder noch freiwillige Verkauf jüdischer Firmen und Geschäfte an „Arier“. Schon bald musste jeder Jude sein gesamtes in- und ausländisches Vermögen anmelden und durfte über sein Eigentum nur noch mit Genehmigung der Regierung verfügen.

Im Sommer 1938 ergingen weitere Berufsverbote mit der Folge, dass sich ein Jude kaum noch in der Wirtschaft betätigen konnte. Zur gleichen Zeit wurde die besondere Kennkarte für Juden und die Verpflichtung zur Annahme des zusätzlichen jüdischen Zwangsvornamens „Sara“ bzw. „Israel“ verordnet.

Am 9. November 1938 inszenierte Goebbels zusammen mit der SA, der SS und der Gestapo das, was man heute „Reichspogromnacht“ nennt. Überall im Reich brannten die Synagogen. Am 11. November lag das offizielle Zwischenergebnis vor: 815 zerstörte Geschäfte, 29 in Brand gesetzte oder zerstörte Warenhäuser, 171 in Brand gesetzte oder zerstörte Wohnungen. 191 Synagogen waren in Brand gesteckt, 76 weitere vollständig demoliert. Dazu kamen Gemeindehäuser, Friedhofskapellen und andere jüdische Einrichtungen. Die endgültigen Zahlen lagen sehr viel höher. Fast 100 Juden waren ermordet worden, noch mehr hatten Verletzungen erlitten. 20.000 bis 30.000 Männer verschleppte man in die Konzentrationslager. Es war der Übergang von der Ausgrenzung und Diskriminierung der Juden zu ihrer völligen Entrechtung und Vernichtung - dem Holocaust, der Shoa.

Wenige Tage später erließ Göring mehrere Verordnungen, mit denen die Juden nicht nur völlig aus dem Wirtschaftsleben ausgeschlossen wurden, sondern auch noch für den gegen sie gerichteten Pogrom zahlen mussten: Die Versicherungssummen für Schäden durch den Pogrom wurden nicht den jüdischen Versicherungsnehmern ausgezahlt, sondern zugunsten des Deutschen Reiches beschlagnahmt. Aufgrund einer Verordnung zur „Wiederherstellung des Straßenbildes“ mussten alle Juden die entstandenen Schäden an ihren Geschäften und Wohnungen auf eigene Kosten beseitigen lassen. Allen deutschen Juden wurde eine Kollektivstrafe von einer Milliarde Mark auferlegt.

In den nächsten Tagen und Wochen ging ein Hagel neuer diskriminierender Verordnungen auf die Juden nieder. So wurden beispielsweise alle Juden von staatlichen Schulen und Universitäten ausgeschlossen, auch war der Besuch von Theatern, Konzerten, Museen, Sportplätzen und Bädern verboten. Immer neue Gemeinheiten ersannen die Bürokraten, etwa das Verbot, Haustiere zu halten. Der Mieterschutz für Juden war weitgehend aufgehoben. Wenn man ihnen kündigte, mussten sie in so genannte Judenhäuser umziehen.

Ab September 1941 musste jeder Jude vom 6. Lebensjahr an einen gelben Stern auf der Kleidung aufgenäht tragen. Damit war die öffentliche Demütigung und Brandmarkung vollkommen. Die Überwachung der verfolgten Minderheit wurde perfekt mit dem gleichzeitig erlassenen Verbot, den Wohnort ohne Genehmigung zu verlassen. Damit waren die Grundvoraussetzungen für die sich dann anschließende Deportation der Juden „nach dem Osten“ geschaffen. Nach und nach waren aus den Nachbarn Juden geworden und aus den Juden dann keine Menschen, sondern - wie der oberste Parteirichter der NSDAP bereits 1938 sagte – eine „Fäulniserscheinung“.

Ansatzweise erfahrbar wird diese Entwicklung von der Entrechtung zur Verfolgung und Vernichtung anhand von Einzelschicksalen Koblenzer Juden. Deshalb präsentiert der Förderverein Mahnmal Koblenz zum 27. Januar 2012 wieder beispielhaft die Biografien von 11 Koblenzer Einzelpersonen und Familien, die dieses Schicksal hier erlebt und erlitten haben und dann im Zuge der Wannsee-Konferenz „nach dem Osten“ deportiert und vielfach ermordet wurden.

Die Gedenkveranstaltungen beginnen am Freitag, dem 27. Januar 2012, um 17.30 Uhr mit einer Statio am Mahnmal für die NS-Opfer aus Koblenz auf dem Reichensperger Platz. Während Oberbürgermeister Prof. Hofmann-Göttig die Namen verliest, werden Schülerinnen und Schüler der Diesterwegschule und der Hans-Zulliger-Schule Biografien der Opfer an dem
Mahnmal anbringen. Anschließend, gegen 18.00 Uhr, findet dann die Gedenkstunde in der Christuskirche mit interkonfessionellem Gebet statt. Abgerundet werden die Veranstaltungen durch die Ausstellung der Deutschen Bahn AG „Sonderzüge in den Tod – Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn“, die noch bis zum 31. Januar 2012 jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr im DB Museum Koblenz-Lützel in der Schönbornsluster Straße 3 gezeigt wird.

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