Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Dokumentarische Biografie über Pfarrer Paul Schneider, den „Prediger von Buchenwald“, erschienen.

Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig hat jetzt die Bild- und Briefdokumentation: „‘Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.‘ – Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) und seine Familie“ fertiggestellt. Sie ist hier auf der Homepage einsehbar und abrufbar. Damit findet eine mehr als zwanzigjährige Beschäftigung Hennigs und unseres Fördervereins mit Pfarrer Paul Schneider ihren (vorläufigen?) Höhepunkt. Diese seine erste umfangreiche Biografie im Internet und mit einem Schwerpunkt auf Koblenz sowie seiner Hunsrücker Heimat entstand nach der Verlegung des ersten Stolpersteins für den Prediger von Buchenwald im Sommer 2019 in Koblenz. Daran schloss sich ein sehr guter und fruchtbarer Kontakt zur Familie Paul Schneiders, insbesondere zu seinem Sohn Karl Adolf, an. Das und die Hilfe weiterer Personen und Institutionen sowie die Förderung mehrerer Stellen machten diese Publikation möglich. Auf mehr als 200 Seiten wird dabei das Leben und Wirken Paul Schneiders wie auch das seiner Familie anhand von vielen Fotos, vor allem aus dem Familienarchiv Schneider, eingehend dargestellt. Ergänzt wird die Dokumentation durch die Abbildung von Briefen Paul Schneiders an seinen Frau Margarete aus Gefängnis- und KZ-Haft, die inzwischen im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf, verwahrt werden und für diese Dokumentation zur Verfügung gestellt wurden.

 

Lesen Sie hier: 
„Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.“ Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) und seine Familie

Eine Dokumentation von Joachim Hennig

und HIER einen diesbezüglichen Artikel von Wolfgang Bartels in der "Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach" vom 22.03.2021

Paul Schneider-Straße mit Zusatzschild

Im Zusammenhang mit der Dokumentation über Pfarrer Paul Schneider hat die Ortsgemeinde Dickenschied Ende März 2021 an der seit langem so benannten Paul-Schneider-Straße, an der auch das Wohnhaus Schneider liegt, ein Zusatzschild angebracht. Auf dem an der Einmündung der Paul-Schneider-Straße in die der Hauptstraße stehenden Schild heißt es jetzt: "Paul Schneider *29.08.1897/Pfarrer von Dickenschied von 08.05.1934 bis zum +18.07.1939/Ermordet im KZ Buchenwald."

Über diese Erinnerung an dem langjährigen Wirkungsort von Paul und Margarete Schneider freuen sich (v.l.n.r.)
der frühere Ortsbürgermeister von Dickenschied Karl Wilhelm Bender, der das Schild auch initiiert hat,
und Sohn Karl Adolf Schneider, derzeitiger Bewohner des "Häusle Schneider" in Dickenschied.

Gedenkarbeit in Koblenz und Laubenheim im US-Fernsehen.
 
Die Gedenkarbeit zu dem im Jahr 1944 abgeschossenen und in Laubenheim/Nahe ermordeten US-Flieger Eugene Kalinowsky zieht weitere Kreise. Nachdem unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig im Jahr 2016 über den "Meuchelmord in Laubenheim" in Bad Kreuznach einen Vortrag gehalten

( https://www.mahnmal-koblenz.de/PDF_AUF/Vortrag_JH_Der%20Meuchelmord%20von_15_09_2016.pdf )

und im selben Jahr einen großen Aufsatz im Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte veröffentlicht hatte

( https://www.mahnmal-koblenz.de/PDF_AUF/Meuchelmord_Laubernheim.pdf ),

wurde diese Geschichte von den früheren Laubenheimer Bürger Dr. Karl-Heinz Bock aufgegriffen. Auf eigene Initiative und Kosten ließ Dr. Bock einen Gedenkstein für Eugene Kalinowsky herstellen. Dieser wurde dann am 16. Oktober 2020 von Dr. Bock und in Anwesenheit der Laubenheimer Ortsbürgermeisterin Barbara Sand, unserem stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig und einer Ehrengarde der amerikanischen Air Force offiziell am Ort des 1944 geschehenen Mordes in Laubenheim eingeweiht. Darüber berichtete u.a. Joachim Hennig unter der Überschrift: "Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!"in einem größeren Artikel in der Luftwaffen Revue von Dezember 2020

( https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/infos/informationen-von-2020?start=24 )

Dieser Funke der Erinnerung sprang auch in die USA über. So berichtete die örtliche Presse in der Heimatstadt des ermordeten Fliegers Eugene Kalinowskys, in Pittsfield/ Massachusetts, darüber. Dann erarbeitete der amerikanische Redakteur Ross Lippman für einen lokalen Fernsehsender einen Filmbeitrag mit der Nichte Euigne Kalinowsky, Carole Brooks. Dieser Film wurde inzwischen am Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar 2020, im US-amerikanischen Fernsehen gesendet. Jetzt hat darüber - und über ein Gespräch mit der Nichte Carole Brooks - auch der Bad Kreuznacher Journalist Wolfgang Bartels in der Allgemeinen Zeitung vom 11. Februar 2021 berichtet.
 
Lesen Sie HIER die Vor-Informationen zu dem amerikanischen Film von Ross Lippman.
 
Der Film ist mit dem nachfolgenden Link auf YouTube zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=ttnSPrNb_co&feature=emb_logo
 
Lesen Sie HIER den Artikel von Wolfgang Bartels vom 11. Febraur 2021 in der Allgemeinen Zeitung
 

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