Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

„….Innig, Deine Gretel“.

Was Margarete Schneider ihrem Mann ins Gefängnis und Konzentrationslager schrieb.

Zusammengestellt und kommentiert von Paul Dieterich.

 

 

Unser Förderverein Mahnmal Koblenz freut sich, seinen Besuchern eine kommentierte Brief-Dokumentation zu Margarete Schneider, der Frau des „Predigers von Buchenwald“, präsentieren zu können. Es ist eine weitere Bereicherung unseres Wissens über den Widerständler aus christlichem Glauben Paul Schneider und über die Frau an seiner Seite. Margarete Schneider war ihrem Mann Paul in der schweren Zeit eine große Stütze und Beraterin. Erst spät wurde die breite Öffentlichkeit auf diese sehr bemerkenswerte Frau aufmerksam. Dabei hatte sie schon sehr bald nach der Befreiung vom Faschismus begonnen, Zeugnis von Paul Schneider abzulegen und die Erinnerung an ihn jahrzehntelang wachzuhalten. Dies geschah vor allem mit ihrer Biografie „Paul Schneider – Der Prediger von Buchenwald“ (Erstveröffentlichung 1953) und auch mit ihrem sehr vielfältigen Engagement als Zeitzeugin. Ihr Wirken hält noch heute - bald 20 Jahre nach ihrem Tod – die Erinnerung an ihren 1939 ermordeten Mann wach.

Diese Dokumentation erarbeitete vor einigen Jahren ihr Neffe, Pfarrer und Autor Paul Dieterich. Angeregt durch die von unserem stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig veröffentlichte Dokumentation über Paul Schneider: „‘Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.‘ Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) und seine Familie“ hatte Paul Dieterich die Idee, diese seinerzeit nur für einen internen Kreis zusammengestellte und kommentierte Sammlung einem größeren Kreis zugänglich zu machen. Daraufhin aktualisierte er seine ursprüngliche Fassung und Joachim Hennig machte sie für das Internet bereit.

Die Dokumentation ist nun ebenfalls auf der Homepage unseres Fördervereins einsehbar und abrufbar und stellt so eine wertvolle Ergänzung zu Hennigs Brief- und Bilddokumentation über Pfarrer Paul Schneider, den „Prediger von Buchenwald, dar.    ( https://www.mahnmal-koblenz.de/PDF_AUF/Paul_Schneider.pdf  ).

Der Förderverein Mahnmal Koblenz dankt dem Autor Paul Dieterich für die Überlassung seiner Dokumentation und wünscht allen Besuchern eine interessante und weiterführende Lektüre.

Die Brief-Dokumentation: „….Innig, Deine Gretel“ HIER lesen

 

Dokumentarische Biografie über Pfarrer Paul Schneider, den „Prediger von Buchenwald“, erschienen.

Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig hat jetzt die Bild- und Briefdokumentation: „‘Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.‘ – Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) und seine Familie“ fertiggestellt. Sie ist hier auf der Homepage einsehbar und abrufbar. Damit findet eine mehr als zwanzigjährige Beschäftigung Hennigs und unseres Fördervereins mit Pfarrer Paul Schneider ihren (vorläufigen?) Höhepunkt. Diese seine erste umfangreiche Biografie im Internet und mit einem Schwerpunkt auf Koblenz sowie seiner Hunsrücker Heimat entstand nach der Verlegung des ersten Stolpersteins für den Prediger von Buchenwald im Sommer 2019 in Koblenz. Daran schloss sich ein sehr guter und fruchtbarer Kontakt zur Familie Paul Schneiders, insbesondere zu seinem Sohn Karl Adolf, an. Das und die Hilfe weiterer Personen und Institutionen sowie die Förderung mehrerer Stellen machten diese Publikation möglich. Auf mehr als 200 Seiten wird dabei das Leben und Wirken Paul Schneiders wie auch das seiner Familie anhand von vielen Fotos, vor allem aus dem Familienarchiv Schneider, eingehend dargestellt. Ergänzt wird die Dokumentation durch die Abbildung von Briefen Paul Schneiders an seinen Frau Margarete aus Gefängnis- und KZ-Haft, die inzwischen im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf, verwahrt werden und für diese Dokumentation zur Verfügung gestellt wurden.

 

Lesen Sie hier: 
„Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.“ Pfarrer Paul Schneider (1897-1939) und seine Familie

Eine Dokumentation von Joachim Hennig

und HIER einen diesbezüglichen Artikel von Wolfgang Bartels in der "Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach" vom 22.03.2021

Paul Schneider-Straße mit Zusatzschild

Im Zusammenhang mit der Dokumentation über Pfarrer Paul Schneider hat die Ortsgemeinde Dickenschied Ende März 2021 an der seit langem so benannten Paul-Schneider-Straße, an der auch das Wohnhaus Schneider liegt, ein Zusatzschild angebracht. Auf dem an der Einmündung der Paul-Schneider-Straße in die der Hauptstraße stehenden Schild heißt es jetzt: "Paul Schneider *29.08.1897/Pfarrer von Dickenschied von 08.05.1934 bis zum +18.07.1939/Ermordet im KZ Buchenwald."

Über diese Erinnerung an dem langjährigen Wirkungsort von Paul und Margarete Schneider freuen sich (v.l.n.r.)
der frühere Ortsbürgermeister von Dickenschied Karl Wilhelm Bender, der das Schild auch initiiert hat,
und Sohn Karl Adolf Schneider, derzeitiger Bewohner des "Häusle Schneider" in Dickenschied.

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